Leadership: Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien


Ein Manager ist nicht automatisch eine Führungskraft. Wer geglaubt hat, mit einem schönen Titel sei er automatisch zum Leitwolf aufgerückt, der wird von Maxwell gleich in den ersten Kapiteln eines Besseren belehrt. Wer will, dass ihm Menschen folgen und sein Anspruch auf die Rolle des Leiters anerkannt wird, muss einiges beachten.

In einfacher, anschaulicher Sprache stellt Maxwell seine 21 Führungsprinzipien vor. Sie alle, so versichert Maxwell, sind erlernbar — und zusammengenommen ergeben sie eine wichtige „Werkzeugkiste“. Viele seiner Weisheiten wirken fast schon selbstverständlich. Doch an sie zu erinnern ist sinnvoll — zu viele Manager informieren sich zwar über den neuesten Business-Trend, büßen aber mit Misserfolgen, weil sie im Alltag einfache Grundregeln vernachlässigt haben. Zum Beispiel, dass es bei Entscheidungen auf den passenden Zeitpunkt ankommt. Dass die richtigen Prioritäten eine zentrale Rolle spielen. Dass es wichtig ist, seine Mitarbeiter wirklich eigenverantwortlich arbeiten zu lassen. Dass man seine Rolle als Kommunikator ernst nehmen und nicht nur an die Köpfe, sondern auch an die Herzen appellieren sollte.

Viele von Maxwells Prinzipien betonen Intuition, Vertrauen und persönliche Glaubwürdigkeit. „Die Mitarbeiter wissen, wann Sie einen Fehler gemacht haben! Es kommt nur darauf an, ob Sie zu ihm stehen oder nicht“, mahnt er. „Falls ja, kann man das verlorene Vertrauen schnell wieder gewinnen.“ Verletzt man das Vertrauensprinzip jedoch, ist man als Führungspersönlichkeit unten durch. Und Führen bedeutet nicht zuletzt — das betont Maxwell immer wieder –, weitere Führungskräfte heranzuziehen. Doch gerade die Empfehlung, rechtzeitig einen Nachfolger für sich selbst auszubilden, wird nur selten befolgt. Sehr unklug, findet Maxwell, denn: „Ihr letztendlicher Wert als Führungskraft wird an Ihrem Nachfolger gemessen.“ Maxwells Buch liest sich angenehm; es ist reich an Geschichten, Anekdoten, Zitaten. Bei den Beispielen geht er nach dem Motto vor: Je bekannter, desto besser. Disney, Mitgründer von McDonald’s Ray Kroc, Henry Ford, Franklin Delano Roosevelt, Prinzessin Diana und Michael Jordan geben sich in seinem Buch ein Stelldichein. Leider kommen auch viele in Europa eher unbekannte Sportstars vor.

Ob John C. Maxwell seine Erfolgsstory auch in Europa weiterschreiben kann, ist fraglich. Denn er ist Pastor, seine Rolle und Erfahrungen in der Kirchengemeinde sind im Buch in einigen Anekdoten präsent. Einen Mann Gottes als Führungsspezialisten zu akzeptieren wird vielen in Deutschland nicht leicht fallen. Doch immerhin führt Maxwell auch eine eigene Beratungsgesellschaft — und was er zu sagen kann, kann für sich sprechen. –Sylvia Englert

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Vorteile

  • unterhaltsam geschrieben
  • Leadership ist lernbar, sagt der Autor
  • zahlreiche Beispiele, direkt aus dem Leben gegriffen

Nachteile

  • keine

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